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Weitere Informationen unter https://advent.kirche-penkun.de
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Erntedankaltar in der Stadtkirche Penkun, Klaus Mittag, Penkun
Erntedankaltar in der Stadtkirche Penkun, Klaus Mittag, Penkun

„Geben ist seliger als Nehmen“ 

 

„Geben ist seliger als Nehmen“ – dieses bekannte Sprichwort aus der Apostelgeschichte legt Paulus Jesus in den Mund. Wie ein Lehrsatz formuliert er eine christliche Grundüberzeugung, die sich bereits in alten griechisch-antiken Schriften finden lässt und hier den Stolz des freien Mannes ausdrückt, der in der Lage ist zu geben, anstatt auf die Hilfe anderer angewiesen zu sein.

 

In unserer Gemeinde sind es jedoch mehrheitlich die Frauen wie auf dem Titelbild erkennbar ist, die dieses „Geben ist seliger als Nehmen“ praktizieren. Sie sind es, die bei den Vorbereitungen zum Erntedankfest, dem Schmücken und Reinigen unserer Kirchen, der Essenvorbereitung, dem Einkauf oder bei der Gräberpflege, etc., großartiges leisten. Danke sagen möchte ich an dieser Stelle deshalb noch einmal allen Engagierten, natürlich auch unseren aktiven Männern. 

Kürzlich erweckte eine kanadische Studie große Aufmerksamkeit, nach der die Sozialpädagogin Elizabeth Dunn nach mehreren Studien herausgefunden hat, dass ein Zusammenhang zwischen persönlichem Glück und dem Weggeben von Geld besteht. Danach ist die Behauptung widerlegt, dass Geld glücklich macht. Entscheidend für das persönliche Glücksempfinden ist demnach nicht, wieviel Geld jemand hat, sondern wie er damit umgeht. Diejenigen, die alles für sich behalten, sind laut dieser Studie unglücklicher als jene, die einen Teil ihres Geldes, ihrer Zeit oder ihrer Arbeitskraft für andere bzw. für das Gemeinwohl aufwenden. Zwar würden Reiche im Schnitt mehr Glück empfinden; klar ist aber auch, dass Geld allein nicht glücklich macht. 

 

Schon aus diesem Grunde scheint bei den sogenannten „Reichen“ die Unterscheidung zwischen Wohlhabenden und Vermögenden angebracht. Letztere sind demnach Personen, die ihre Mittel und Möglichkeit verwenden und einsetzen, um Not zu mildern, einem guten Zweck zu dienen oder bestimmte Projekte bzw. Personen zu fördern.

 

Die Wirkung des Gebens könne man mit der Wirkung von Sport- und Fitnesstraining vergleichen. Man verliert nur scheinbar Lebenskraft und Energie durch die Verausgabung – bekommt aber irgendwoher neuen Nachschub und regeneriertes Vermögen.

 

Wer einmal gibt, kann für einen Tag glücklich sein; wer aber das Geben zum Lebensstil werden lässt, könnte nachhaltig davon profitieren. Denn: „Geben ist seliger als Nehmen“.

 

Eine gesegnete Herbstzeit wünscht Ihnen  

 

Ihr Pastor